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Wer nutzt den SPNV?

Jährlich legen ca. 2,86 Mrd. Fahrgäste knapp 55,7 Mrd. Personenkilometer im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zurück und finanzieren so fast 50 Prozent der dafür notwendigen Kosten. Doch was sagen diese Zahlen?

Der SPNV wird nicht nur je nach Region unterschiedlich wahrgenommen, sondern auch je nach Uhrzeit. Zu den Randzeiten, den sogenannten Nebenverkehrszeiten (NVZ) befördern die Züge vergleichsweise wenige Fahrgäste, dennoch sind gerade auch diese Fahrtenangebote im Sinne der Daseinsvorsorge besonders wichtig. In den Hauptverkehrszeiten (HVZ) wiederum finden unsere Fahrgäste insbesondere in den Ballungsräumen kaum noch einen Sitz- oder gar Stehplatz. Vielleicht können als ein positiver Nebeneffekt der Covid-Pandemie künftig geringere Fahrgastspitzen und eine gleichmäßigere Verteilung der Fahrgäste über den Tag erreicht werden.

Während früher vor allem Berufspendler und der Ausbildungsverkehr den größten Teil unserer Fahrgäste ausgemacht haben, sind übrigens in der heutigen Zeit noch mehr Fahrgäste zu Einkaufs- bzw. Freizeitzwecken im SPNV unterwegs.

Die Aufgabenträger, Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und auch die Stationsbetreiber setzen alles daran, die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppen zu befriedigen. Besonders hervorzuheben ist hier die Barrierefreiheit, um auch mobilitätseingeschränkten Fahrgästen eine problemlose und angenehme Fahrt zu ermöglichen – dies in den nächsten Jahren durch den demographischen Wandel mit einem steigenden Durchschnittsalter der Bevölkerung noch wichtiger.

Der SPNV ist für die Fahrgäste ein zentraler Bestandteil der Wegekette, die sich meist multimodal darstellt. Ob zu Fuß, per Rad, per Rollstuhl oder mit dem Pkw, der Zugang zum System Schiene wird jedem ermöglicht und kontinuierlich verbessert. Die erste und letzte Meile wird von den Aufgabenträgern heute schon mitgedacht und mitgestaltet, um ergänzende Mobilitätsformen anzubieten und mehr Fahrgäste für die Nutzung des SPNV zu gewinnen.