SPNV Glossar

In unserem Glossar werden gängige Abkürzungen und Fachbegriffe aus dem Bereich Schienenpersonennahverkehr (SPNV) näher erläutert.

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A

AEG

Allgemeines Eisenbahngesetz – regelt den sicheren Betrieb der Eisenbahn in Deutschland (siehe auch: https://www.gesetze-im-internet.de/aeg_1994/index.html).

ApS

Allianz pro Schiene – gemeinnütziges Verkehrsbündnis mit über 20 Non-Profit-Verbänden und über 160 Mitgliedsunternehmen zur Stärkung des Schienenverkehrs (siehe auch: https://www.allianz-pro-schiene.de/).

ARA

Außenreinigungsanlage – Serviceeinrichtung, in der die Züge außen gewaschen werden.

AT

Aufgabenträger – Begriff für die Bestellerorganisationen des Schienenpersonennahverkehrs (siehe auch: Unsere Mitglieder).

ATO

Automatic Train Operation – automatisierter Fahrbetrieb, der mit dem Automatisierungsgrad bewertet wird, Stufe 4 ist ein vollautomatischer und fahrerloser Zugbetrieb.

B

BAG-SPNV

Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des SPNV – bis Juni 2021 der Name des Bundesverbands SchienenNahverkehr.

BEMU

Batterietriebzug (Battery Electric Multiple Unit) – Triebzug, der sowohl mit Oberleitungsstrom als auch mit sich wieder aufladenden Batterien an Bord auf nicht-elektrifizierten Strecken fahren kann (siehe auch: Alternative Antriebe).

BKartA

Bundeskartellamt – vollzieht das deutsche und europäische Wettbewerbsrecht und prüft missbräuchliche Verhaltensweisen und bedenkliche Zusammenschlüsse auf dem Markt (siehe auch: https://www.bundeskartellamt.de/).

BMVI

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur – neben politischen, rechtlichen und technischen Fragen werden hier auch die Rahmenbedingungen für den SPNV sowie für Investitionen in das Schienennetz erarbeitet (siehe auch: https://www.bmvi.de/).

BNetzA

Bundesnetzagentur – Prüfungsinstanz für die Bedingungen auf dem deutschen Schienenmarkt, sorgt für einen diskriminierungsfreien Zugang für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen (siehe auch: https://www.bundesnetzagentur.de/).

BSchwAG

Bundesschienenwegeausbaugesetz – alle fünf Jahre vom Bund aktualisiert, stehen hier die wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen für die nächsten 15 Jahre.

BVWP

Bundesverkehrswegeplan – bildet ein grundlegendes Planungsinstrument für Aus- und Neubauprojekte auf Schiene, Straße und Wasserstraße (siehe auch: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/bundesverkehrswegeplan-2030-gesamtplan.pdf?__blob=publicationFile).

D

DBV

Deutscher Bahnkundenverband – Dachverband für die Kunden, Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel, um den öffentlichen Verkehr und insbesondere den Schienenverkehr zu fördern (siehe auch: https://www.bahnkunden.de/).

DELFI

Durchgängige Elektronische Fahrgastinformation – Kooperationsnetzwerk aller Bundesländer und weiterer Partner zur Schaffung der technischen Voraussetzungen einer länderübergreifenden Fahrplanauskunft (siehe auch: https://www.delfi.de/).

DMU

Verbrennungstriebzug (Diesel Multiple Unit) – Schienenfahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

DTV

Deutschlandtarifverbund – neue Plattform für den deutschen Eisenbahntarif im Nahverkehr zur kooperativen Gestaltung der Tarife und eine fairen Einnahmeaufteilung (siehe auch: https://deutschlandtarifverbund.de/).

E

EBA

Eisenbahnbundesamt – eine selbständige deutsche Bundesoberbehörde, die zuständig für die Aufsicht und Genehmigung der Eisenbahnen und Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland ist (siehe auch: https://www.eba.bund.de/).

EIU

Eisenbahninfrastrukturunternehmen – Betreiben die Infrastruktur, also Netz, Stationen und Energie, und stellen diese den Eisenbahnverkehrsunternehmen zur Verfügung (siehe auch: Netz & Stationen).

EMU

Elektrotriebwagen (Electric Multiple Unit) – Schienenfahrzeug, das mit elektrischer Energie betrieben wird, welche über Stromabnehmer aus der Oberleitung eingespeist wird.

ERA

European Union Agency for Railways – die europäische Eisenbahnagentur, die die Integration der Eisenbahnsysteme fördert und die Sicherheit der Züge gewährleistet, arbeitet eng mit dem Eisenbahnbundesamt (siehe EBA) zusammen.

ERegG

Eisenbahnregulierungsgesetz – deutsches Gesetz zur Regulierung der Eisenbahn im Sinne des Allgemeinen Eisenbahngesetzes, u.a. zu Zugtrassenzuweisungen, Nutzungsentgelten und Wettbewerb (siehe auch: http://www.gesetze-im-internet.de/eregg/).

ERTMS

European Rail Traffic Management System – Zugleitsystem zum Management und Steuerung des Eisenbahnverkehrs auf den Strecken der Transeuropäischen Netze.

ETCS

European Train Control System – Europäisches Zugbeeinflussungssystem, grundlegender Baustein des zukünftigen einheitlichen Eisenbahnverkehrsleitsystems (siehe auch: Digitale Infrastruktur).

EVG

Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft – deutsche Gewerkschaft, die sich für Arbeitnehmerrechte, faire Tarifverträge und Mitbestimmung in Eisenbahnbetrieben einsetzt (siehe auch: https://www.evg-online.org/).

EVU

Eisenbahnverkehrsunternehmen – bundeseigene und nichtbundeseigene Eisenbahnen, die Leistungen im Nah-, Fern- und Güterverkehr erbringen und oftmals im Wettbewerb stehen (siehe auch: Wettbewerb).

G

GDL

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer – Gewerkschaft für das Eisenbahnpersonal der Eisenbahnverkehrsunternehmen, die sich für die beruflichen, sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen und ökologischen Interessen ihre Mitglieder einsetzt (siehe auch: https://www.gdl.de/).

GSM-R

Global System for Mobile Communications – Rail(way) – digitales Mobilfunksystem zur Ablösung des analogen Zugfunks.

H

HMU / FCEMU

Hydrogen Multiple Unit / Fuel Cell Electrical Multiple Unit – mit einer Wasserstoff- / Brennstoffzelle betriebener Zug, der auf nicht elektrifizierten Strecken einen Dieselzug ersetzen kann.

I

ITF

Integraler Taktfahrplan – Konzept, bei dem einzelne Linien über systematische Koordination in Knotenbahnhöfen zu einem vertakteten Angebot verknüpft werden und Grundlage für einen Deutschlandtakt.

K

KDG

Kapitaldienstgarantie – Fahrzeugfinanzierungsinstrument der Aufgabenträger (AT), als Zusicherung für Finanzierer, dass über die gesamte Finanzierungslaufzeit der Fahrzeuge (bis zu 27 Jahre) Leasingraten gezahlt werden.

L

LufV

Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung – Vertrag zwischen Bund und Deutscher Bahn zur Erhaltung und Verbesserung des Zustands der Schienenwege des Bundes, der für die Jahre 2020–2029 insgesamt Mittel in Höhe von rund 86,2 Mrd. Euro für Ersatzinvestitionen und Instandhaltung des Schienennetzes bereitstellen soll (siehe auch: https://www.eba.bund.de/DE/Themen/Finanzierung/LuFV/lufv_node.html).

M

mofair

Interessenverband von privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen des Schienenpersonenverkehrs mit dem Ziel eines transparenten und fairen Wettbewerbs in Deutschland (siehe auch: https://mofair.de/).

N

NEE

Netzwerk Europäischer Eisenbahnen – das größte Bündnis im deutschen Schienengüterverkehr steht für fairen Wettbewerb auf der Schiene und vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung und der Deutschen Bahn.

O

OMA

Online Mobile Abo – Bezeichnung der digitalen Vertriebskanäle und Zeitkartenverkäufe für Fahrscheine.

ÖPNV

Öffentlicher Personennahverkehr – im Rahmen der Grundversorgung auf Straße, Schiene und Wasser erbrachte Verkehre, die jedem Bewohner zugänglich gemacht werden müssen.

P

pbV

Personenbedienter Vertrieb – Fahrscheinverkauf über Reisezentren, Agenturen oder ähnliche Vertriebsarten mit persönlichem Kontakt.

Pkm

Personenkilometer – Beförderungsleistung, also die Maßeinheit für die Verkehrsleistung im Personenverkehr, berechnet mit zurückgelegten Kilometer multipliziert mit der Zahl der Reisenden.

Pro Bahn

Fahrgastverband PRO BAHN – unabhängiger und gemeinnütziger Verbraucherverband für die Interessen der Fahrgäste im öffentlichen Verkehr (siehe auch: https://www.pro-bahn.de/).

S

söp

Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr – Verbraucherschlichtungsstelle für außergerichtliche Streitbeilegungen in Streitfällen zwischen Reisenden und Unternehmen (siehe auch: https://soep-online.de/).

SPFV

Schienenpersonenfernverkehr – im Regelfall eigenwirtschaftlich erbrachter Schienenverkehr auf längeren Strecken, also mehr als 50 Kilometer Reiseweite und über einer Stunde Reisezeit.

SPNV

Schienenpersonennahverkehr – öffentlich finanzierte Verkehrsleistungen im öffentlichen Personennahverkehr, also Regionalzüge bei denen die Mehrzahl der Beförderungsfälle eine gesamte Reiseweite von 50 Kilometern und eine Reisezeit von einer Stunde unterschreiten.

T

TBNE

Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen – Kooperationsplattform der deutschen Eisenbahnverkehrsunternehmen u.a. zur Gestaltung von Tarifen und Grundsätzen der Einnahmeaufteilung (siehe auch: https://www.tbne.de/).

TEN-T / TEN-V

Trans-European Networks Transport / Verkehr – die auf einer europäischen Rechtsgrundlage basierenden transeuropäischen Verkehrsnetze sollen den EU-Binnenmarkt stärker vernetzen und die Sicherheit und Zuverlässigkeit im länderüberschreitenden Personen- und Güterverkehr verbessern.

TSI PRM

Technische Spezifikation für die Interoperabilität für eingeschränkt mobile Personen – Verordnung für die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung und Menschen mit eingeschränkter Mobilität zum öffentlichen Verkehr (siehe auch: https://www.eisenbahn-cert.de/DE/Informationen/TSI/TSI_PRM/tsi_prm_node.html).

U

UITP

Union Internationale des Transports Publics – Internationaler Verband für öffentliches Verkehrswesen für regelmäßige Foren, Arbeitsgruppen und Publikationen mit mehr als 1800 Mitgliedsunternehmen aus über 100 Ländern (siehe auch: https://www.uitp.org/).

V

VDB

Verband der Bahnindustrie – Interessenvertretung von über 200 Mitgliedsunternehmen aus der Industrie, also u.a. Systemhäuser, mittelständische Zulieferer und große Fahrzeughersteller, mit den Zielen Wachstum zu schaffen, die Kooperation und den Wettbewerb zu stärken und den Klimaschutz ins Werk zu setzen (siehe auch: https://bahnindustrie.info/).

VDV

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen – Branchenverband des öffentlichen Verkehrs mit über 600 Mitgliedern und diversen Arbeitsgruppen, die u.a. auch wichtige Standards erarbeiten und publizieren (siehe auch: https://www.vdv.de).

W

WEG

Wiedereinsatzgarantie – Fahrzeugfinanzierungsinstrument der Aufgabenträger (AT), als Zusicherung für Finanzierer, dass Fahrzeuge auch für eine zweite Verkehrsvertragslaufzeit eingesetzt werden.

Z

Zkm

Zugkilometer – Fahrleistung von Schienenfahrzeugen, also die Maßeinheit der Betriebsleistung eines Zuges aus Sicht von Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und Aufgabenträgern (AT).