Der Bundesverband SchienenNahverkehr ist die Dachorganisation der bundesweit 27 Besteller­organisationen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Wir organisieren den Fachaustausch unter unseren Mitgliedern und sind die Interessens­vertretung der Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.

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Das zentrale Ziel des Bundesverbands SchienenNahverkehr ist es, die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs zu steigern, mehr Fahrgäste zu gewinnen und den Marktanteil der Schiene am Personenverkehr auszubauen. Ein attraktiver SPNV sichert die Mobilität der Menschen und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur Lebensqualität in den Regionen und Städten.

Wir setzen uns daher für mehr Wettbewerb im SPNV und die Gestaltung von fairen und transparenten Rahmenbedingungen ein.
Standardisierung, sei es bei Fahrzeuganforderungen oder der Gestaltung von Vertragselementen, ist dabei ein bedeutsames Thema. Erheblichen Handlungsbedarf sehen wir im Bereich der Infrastruktur für die Schiene. So ist die Reduzierung der Entgelte für die Benutzung von Stationen und Schienentrassen ebenso notwendig, wie angemessene und finanzierbare Maßnahmen für deren Ausbau und Instandhaltung.

Mehr Fahrgäste zu gewinnen, bedeutet auch, die Fahrgastbelange ausreichend zu berücksichtigen. Pünktlichkeitsgarantien sind hierbei ein wichtiges Instrument. Sie führen dazu, dass die Kund*innen im Nahverkehr zufriedener sind und eine höhere Qualität der Verkehrsleistung erzielt wird. Seit 2009 haben Fahrgäste einen gesetzlichen Anspruch auf Entschädigung, wenn Züge unpünktlich sind oder ausfallen. Voraussetzung: die Verspätung beträgt mindestens 60 Minuten und das Ticket kostet mindestens 16 Euro. Fahrgäste im Nahverkehr sind damit weitgehend ausgeschlossen. Deshalb werden im Nahverkehr durch unsere Mitglieder häufig Garantien angeboten, die über die gesetzlichen Mindestregelungen hinausgehen. Die Arbeitsgruppe „Fahrgastrechte“ des Bundesverbands SchienenNahverkehr erstellt daher für ihre Mitglieder Arbeitshilfen zur Einführung und Pflege von Pünktlichkeitsgarantien.

Nicht zuletzt ist der Deutschlandtakt ein weiteres Schwerpunktthema des Bundesverbands SchienenNahverkehr. Der Verband setzt sich dafür ein, einen deutschlandweiten Integralen Taktfahrplan für den Nah- und Fernverkehr zu schaffen. Dadurch sollen für die Reisenden optimale Umstiege und Anschlüsse geschaffen werden. Vorbild für einen gelungenen Taktverkehr ist hierbei die Schweiz.

Positionen

Kernforderungen der Bahnverbände

Die acht Bahnverbände haben zu Beginn des Wahljahrs 2021 ihre drei wichtigsten Forderungen an die Politik präsentiert. Die nächste Bundesregierung muss die Infrastruktur für den Deutschlandtakt ausbauen, die Digitalisierung der Schiene vorantreiben und die Verkehrswende forcieren, heißt es in einem gemeinsamen Papier der Verbände zur Bundestagswahl. Darin erkennt die Schienenbranche an, dass die amtierende schwarz-rote Koalition die finanziellen Mittel für den Eisenbahnsektor aufgestockt hat. Doch die künftige Bundesregierung muss das Tempo erhöhen und der Schiene Priorität einräumen.

Schienenpakt des Zukunftsbündnis Schiene

Der Schienenverkehr der Zukunft ist die zentrale Grundlage für eine moderne Mobilität und leistet einen wesentlichen Beitrag für das Erreichen der Klimaschutzziele. Aus diesem Grund haben der Schienensektor sowie die Nutzer des Personen- und Güterverkehrs und das BMVI im Zukunftsbündnis Schiene erstmals einen Masterplan für den gesamten Schienenverkehrssektor in Deutschland entwickelt. Der vorliegende Schienenpakt dokumentiert das gemeinsame Verständnis, dass dieser Masterplan die Grundlage für die Zukunft des Schienenverkehrs ist.

Gemeinsames Positionspapier der Sektoren Schiene und Mobilfunk: Rahmenbedingungen für besseren Mobilfunk in den Zügen

Bessere Mobilfunkversorgung der Eisenbahnstrecken als gemeinsames Ziel

Onlinezugang über mobile Breitbandinternetanschlüsse ist ein Grundbedürfnis von Bürgerinnen und Bürgern. Das gilt nicht nur zu Hause oder am Arbeitsplatz, sondern auch unterwegs. Auch auf der Schiene steigen die Anforderungen der Fahrgäste und Verlader an die Konnektivität im Zug: Anwendungen wie mobiles Arbeiten, Streaming, Video- und Telefonkonferenzen und Telematik-Anwendungen im Schienengüterverkehr werden in den kommenden Jahren deutlich größere Datenraten als heute erfordern. Zuverlässige Konnektivität während der Fahrt ist ein wichtiges Element der Zufriedenheit bei den gemeinsamen Kunden des Bahn- und Mobilfunksektors. Sie ist für Reisende und verladende Unternehmen ein wesentliches Kriterium, sich für die Schiene als Verkehrsträger zu entscheiden. Damit trägt eine gute Mobilfunkversorgung auch zur Verlagerung von Verkehr auf die Schiene bei, der die Bundesregierung zur Erfüllung der Klimaziele eine herausragende Bedeutung beimisst.

Empfehlung der BAG-SPNV zur Handhabung des Personalübergangs nach § 131 Absatz 3 GWB

Bei der Neufassung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) im Sommer 2015 wurde in § 131 Absatz 3 verankert, dass die Aufgabenträger bei einem Betreiberwechsel den Personalübergang anordnen sollen. Das bedeutet, dass bei einem Betreiberwechsel nach dem Gewinn einer Ausschreibung im Schienenpersonennahverkehr das unmittelbar für den Betrieb notwendige Personal des alten Betreibers von dem neuen übernommen werden soll. Für die Mitarbeiter des Altbetreibers bringt das ein deutliches Mehr an Job-Sicherheit - und dem neuen Betreiber qualifiziertes und eingearbeitetes Personal.

Wie in einem solchen Fall der Personalübergang gestaltet werden kann, dafür hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des SPNV (BAG-SPNV) nun einen Leitfaden erarbeitet und zur Verfügung gestellt.

(siehe auch unsere Pressemitteilung).

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