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6. Mai 2022

Mehr Regionalisierungsmittel notwendig, damit 9-Euro-Ticket dauerhaft zum Erfolg führt

Wichtige Weichenstellung erfolgt: VMK unterstützt Umsetzung des 9-Euro-Tickets zum 1. Juni / BSN schließt sich VMK-Forderung zur umgehenden Erhöhung der Regionalisierungsmittel an

Mit der heute signalisierten Zustimmung der Verkehrsministerkonferenz wurden die Weichen auf Umsetzung des 9-Euro-Ticket zum 1. Juni 2022 gestellt. Alle Bundesländer sind bereit, ihren Beitrag zu leisten, damit die Aktion ein großer Erfolg wird. Eine vollumfängliche Übernahme der entstehenden Kosten ist ein wesentlicher Baustein hierfür.

„Wir setzen sehr darauf, dass der Bund die entstehenden Kosten tatsächlich in vollem Umfang ausgleichen wird“, so Frank Zerban, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands SchienenNahverkehr. „Auf dieser Grundlage können zusätzliche Verkehrsleistungen und weiterer Personaleinsatz zur Reisendenlenkung auf den Weg gebracht werden.“

Damit zumindest das bisherige Angebot auch nach dem Ende der Aktion angesichts der hohen Steigerungen u.a. im Bereich der Bau-, Personal- und Energiekosten weiter aufrechterhalten werden kann, sind noch in 2022 ergänzende Mittel nötig.

Der Bundesverband SchienenNahverkehr (BSN) begrüßt daher ausdrücklich den heutigen Beschluss der Verkehrsministerkonferenz, wonach die Regierungsfraktionen kurzfristig die bereits im Koalitionsvertrag fixierte Erhöhung der Regionalisierungsmittel auch umsetzen sollen. Die hierfür benötigten zusätzlichen Mittel in Höhe von 1,5 Mrd. Euro müssen in den diesjährigen Bundeshaushalt aufgenommen werden, da ansonsten nach dem Ende des Zeitraums des 9-Euro-Tickets das bestehende Angebot nicht mehr gesichert ist.

„Selten stand der ÖPNV so im Rampenlicht des öffentlichen Interesses, jetzt gilt es auch sicherzustellen, dass aus dem dreimonatigen Leuchtturmprojekt kein Strohfeuer wird. Die Aufgabenträger sind schon jetzt durch die gestiegenen Energie- und Personalkosten unter großem Druck. Wir brauchen noch in diesem Jahr zusätzliche Regionalisierungsmittel, damit die durch das 9-Euro-Ticket neu gewonnen Fahrgäste auch nach Ende der Aktion weiterhin mindestens das derzeitige Angebot vorfinden werden“, sagt Zerban.

Auch für die Folgejahre muss die Mittelausstattung angepasst werden, um mit einem zusätzlichen Angebot mehr Fahrgäste vom Nahverkehr auf der Schiene überzeugen zu können. Nur so lässt sich das Ziel der Bundesregierung, die Verkehrsleistung im Personenverkehr zu verdoppeln, realisieren. Hierbei führt kein Weg am SPNV vorbei.

Bildnachweis: © Holger Jacoby