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Gemeinsame Pressemitteilung von VDB, BAG-SPNV und VDV: Branchenverbände begrüßen Verlängerung der GSM-R-Förderung

Mobilfunk entlang von Bahnstrecken ohne weiße Flecken

Berlin, 23.06.2021

Mit Blick auf die intensiven Gespräche zwischen dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und den Branchenverbänden der Telekommunikation und der Eisenbahn zum Thema Mobilfunkabdeckung entlang von Bahnstrecken betont der VDV, gemeinsam mit dem Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des SPNV (BAG-SPNV), seine Unterstützung: „Die Fahrgäste möchten unterwegs besser online sein. Die Eisenbahnunternehmen verfolgen das Ziel, die Digitalisierung entlang der Schienen voranzutreiben und verhelfen den Mobilfunknetzbetreibern zu einer kostengünstigen Umsetzung ihrer vertraglich zugesagten Verpflichtungen aus der Frequenzversteigerung mit einer höheren Empfangsqualität. Im Sinne der Fahrgäste erwarten wir jedoch von den Mobilfunknetzbetreibern, dass sie eine über die Reisestrecke an der Eisenbahn durchgängige Verbindung zur Verfügung stellen. Wir brauchen hier eine flächendeckende Ausleuchtung entlang der Schienen ohne weiße Flecken. Die dafür notwendige Komplettumrüstung unserer Flotten innerhalb von zwei Jahren ist dabei ein enormer Kraftakt, der nicht ohne die GSM-R-Förderung vom Bundesministerium für Verkehr und digitalen Infrastruktur möglich ist“, so VDV-Vizepräsident Salzmann.

Dr. Ben Möbius, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) betont: „Schiene 4.0 braucht schnellen Mobilfunk. Ob Pendler effizient online arbeiten oder Familien stabil surfen möchten: Die Netzausleuchtung muss stimmen, damit der klimafreundliche Zug für immer mehr Menschen erste Wahl wird. Nun markiert die Umrüstungsförderung des Bundes für alle Verantwortlichen eine klare Ziellinie: Ende 2022. Ab dann muss das schnelle Netz startklar sein – immer, überall, ohne Funklöcher. Die Bahnindustrie steht als exzellenter Technologiepartner bereit, das Tempo anzuziehen für eine neue, breitbandige Reisequalität“. Gemäß der Branchenverbände sei im Unterschied zum Individualverkehr die Fahrzeit in der Bahn weniger „verloren“: Sie lasse sich verschiedentlich nutzen, ob nun für private oder dienstliche Zwecke. Umso ärgerlicher, wenn die Netzabdeckung unterwegs lückenhaft oder nicht vorhanden ist. Das zuverlässige Vernetztsein während der Fahrt ist ein wichtiges Element der Zufriedenheit bei den gemeinsamen Kundinnen und Kunden des Bahn- und Mobilfunksektors.

Förderung des Bundes entscheidend

„Eine Ausleuchtung mit Mobilfunk entlang der Schienenstrecken ist längst überfällig. Dank der Förderung des Bundes können künftig durch die Mobilfunknetzbetreiber auch die dem Zugfunk nahe gelegenen Frequenzen kostengünstig genutzt werden. Jetzt sind die Mobilfunknetzbetreiber ‚am Zug‘, nun auch fristgerecht und flächendeckend ihre Ausstattungszusagen zu erfüllen, damit die Fahrgäste spätestens ab 1. Januar 2023 in diesen Bereichen einen unterbrechungsfreien Mobilfunkempfang erhalten“, begrüßte Frank Zerban, Hauptgeschäftsführer der BAG-SPNV, die Ankündigungen des Bundes. Die Mobilfunk-Abdeckung ist im Personenverkehr zu einem wichtigen Faktor geworden. Deutschland hat Aufholbedarf: In Schweden und in den Niederlanden sind am Gleis breitbandige Nutzungen im 900 MHz Band längst uneingeschränkt möglich. Eine Folge starker staatlicher Unterstützung beim Austausch der Technik. Bei den Güterbahnen könnte sie langfristig ebenfalls zu einer Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit führen, etwa bei den Telematik-Anwendungen, voraussichtliche Ankunftszeit oder bei der Nach- und Rückverfolgung der Fracht.