Brancheninitiative Fahrrad und Bahnen

Wenn die Verkehrswende gelingen soll, müssen die nachhaltigen Verkehrsmittel Bahn und Fahrrad besser miteinander verzahnt werden. Um das zu erreichen, haben sich unter maßgeblicher Beteiligung des Bundesverbands SchienenNahverkehr (BSN) Verkehrsverbände, Aufgabenträger und Eisenbahnverkehrsunternehmen zur „Brancheninitiative Fahrrad und Bahnen“ zusammengeschlossen. Gemeinsam wurde ein Zielbild für die Verknüpfung von Bahn und Fahrrad entwickelt, bei dem es um mehr als nur die bloße Mitnahme von Fahrrädern in Zügen geht.

Die Brancheninitiative hat sich vorgenommen die Kombination von Fahrrad und Bahnen (Bike-Transit) auf der ersten und letzten Etappe der Reisekette weiterzudenken und vereint bei Verkehrsverbänden, Aufgabenträgern, Eisenbahnverkehrsunternehmen und vor allem in der Politik eine höhere Priorisierung zu bewirken. Durch die

  • Identifikation relevanter Stellschrauben,
  • die Priorisierung entsprechender Maßnahmen,
  • das Anregen einer politischen Diskussion,
  • und das Finden geeigneter Finanzierungsinstrumente

    soll dies erreicht werden.

    Gemeinschaftlich hat die Brancheninitiative ein Positionspapier entwickelt, das fünf Themenbereiche umfasst:

    • Ausbau des stationsnahen Fahrradparkens
    • Verkehrspolitische Integration von Bike-Sharing und Fahrradverleih in den Kommunen
    • Digitale Lösungen zur Information, Planung und Buchung von integrierten Fahrrad- und SPNV-basierten Fahrten
    • Einfache, incentivierende und steuernde Beförderungsbedingungen
    • Mehr Zug- und Mitnahmekapazitäten, funktionalere Schienenfahrzeuge und komfortablere Anlagen

    Zu jedem Thema der Brancheninitiative wurde unter Beteiligung des BSN eine eigene Arbeitsgruppe geschaffen. Mittlerweile ist der erste Zwischenbericht der Arbeitsgruppen veröffentlicht worden. Dieser enthält neben gemeinsam entwickelten Empfehlungen insbesondere auch die Planung für das weitere Vorgehen und eine Finanzbedarfsanalyse. Beispielhaft sei das Ziel genannt, eine Million Stellplätze zum Parken von Fahrrädern bis zum Jahr 2030 zu schaffen.