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13. Dezember 2022

Beschleunigungskommission: Nach dem Bericht muss die Umsetzung folgen

Abschlussbericht der Beschleunigungskommission Schiene liegt vor – wichtige Impulse wurden benannt

Unter der Leitung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) haben die Mitglieder der Beschleunigungskommission Schiene (BKS) in den letzten fünf Monaten vereint wichtige Empfehlungen erarbeitet, wie mit dem Leitbild des Deutschlandtakts die Kapazität und Attraktivität der Schiene innerhalb weniger Jahre deutlich verbessert werden können. Die BKS wurde ins Leben gerufen, da das heutige Schienennetz in vielen Teilen überlastet und in einem schlechten Zustand ist. Heute, am 13. Dezember 2022 wurde nun der Abschlussbericht veröffentlicht.

Der Bundesverband SchienenNahverkehr dankt dem BMDV für die breite Einbindung der Branche und unterstützt die Ergebnisse des Berichts einhellig. Die breite Basis und die intensive inhaltliche Diskussion haben die hohe Qualität der Ergebnisse des Berichts erst möglich gemacht.

Nun ist die Bundesregierung gefordert, die Ergebnisse auch möglichst schnell umzusetzen und somit das hohe Arbeitstempo der Beschleunigungskommission Schiene aufzugreifen. Der Bericht selbst enthält dafür aus Sicht des BSN alle notwendigen Schritte.

Dazu Thomas Prechtl, Präsident des BSN: „Die deutsche Schieneninfrastruktur hat großen Nachholbedarf, vielfach wächst die Anzahl der gefahrenen Zugkilometer schneller als es die dafür benötigte Qualität und Kapazität eigentlich zulässt. Die Ergebnisse der Beschleunigungskommission geben, wenn sie nun zeitnah umgesetzt werden, jedoch Anlass zur Hoffnung, dass sich der Zustand der Schiene schneller verbessert, als dies bislang zu befürchten war.“

Besonderer Dank gebührt an dieser Stelle dem parlamentarischen Staatssekretär und Beauftragten des Bundes für den Schienenverkehr, Michael Theuer sowie der Staatssekretärin Susanne Henckel für die Leitung der Kommission und der Berücksichtigung der umfangreichen Branchenbeteiligung.

Vizepräsident Thorsten Müller, der den BSN in der BKS vertreten hat, hebt zwei Punkte des Berichtes für die SPNV-Aufgabenträger besonders hervor:

„1. Die erarbeitete neue Finanzarchitektur ist in Kombination mit einer Mittelerhöhung für die Sanierung der bestehenden Infrastruktur sowie den Aus- und Neubau die grundlegende Basis für einen schnellen Erfolg des Verkehrsträgers Schiene bei der Verkehrs- und Klimawende.

2. Die Leistungsfähigkeit des Netzes muss auf ein neues standardisiertes Niveau gehoben werden. Dazu müssen gerade die dargestellten sogenannten kleineren und mittleren Maßnahmen auch im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Stellwerke als erster Schritt schnell umgesetzt werden. Verbesserungen erreicht man u.a. durch Verringerung der Abstände der Signale, Anhebung der Streckengeschwindigkeiten, deutliche Erhöhung der Zahl der Überleitstellen und Überholgleise.“

Bildnachweis: © Holger Jacoby