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17. Februar 2026

Sanierung von Eisenbahnkorridoren realistisch planen

Die SPNV-Aufgabenträger fordern mehr Planungssicherheit bei Korridorsanierungen, um Einschränkungen für Fahrgäste so gering wie möglich zu halten.

Die vielbefahrenen Strecken zwischen Berlin und Hamburg haben für Pendlerinnen und Pendler eine hohe Bedeutung. Das DB-eigene Konzept der Korridorsanierung sieht mehrmonatige komplette Streckensperrungen vor und geht einher mit komplexen Umleitungskonzepten, Ersatzverkehren und deutlich längeren Fahrtzeiten.

„Die nun angekündigten Verzögerungen strapazieren die Geduld von Fahrgästen erheblich. Es ist zu befürchten, dass die Eisenbahnunternehmen langfristig Kunden im Nah- und Fernverkehr verlieren. Die DB InfraGO verspielt Vertrauen zur effizienten und planmäßigen Sanierung seiner Strecken. Auch unsere Planerinnen und Planer müssen täglich und immer kurzfristig auf neue Einschränkungen reagieren und bestehende Konzepte überarbeiten,“ betont Peter Panitz, Präsident des Bundesverbands SchienenNahverkehr. Zudem haben die jetzigen Verzögerungen Auswirkungen auf andere bereits geplante Sanierungsmaßnahmen, die nun wiederum aufgeschoben und geplante Ersatzkonzepte erneut überarbeitet werden müssen. Es braucht nun schnelle Klarheit zu den zu erwartenden konkreten Auswirkungen. Die zeitlichen Abläufe bei Sanierungsmaßnahmen müssen deutlich resilienter gegenüber Störungen, wie z. B. Frosteinbrüchen, geplant werden.

Bildnachweis Foto: © Holger Jacoby