Deutschlandticket: Aufgabenträger begrüßen Beschluss der Verkehrsministerkonferenz
Der Bundesverband SchienenNahverkehr (BSN) begrüßt den zwischen den Verkehrsministerinnen und Verkehrsministern der Länder vereinbarten Vorschlag zur Anhebung des Deutschlandticket-Preises von 58 auf 63 Euro ab 2026.
Dieser Preissteigerung soll, so lautet der Vorschlag der Länder an den Bund weiter, dann ab 2027 eine indexbasierte Preisfortschreibung folgen. Hierfür soll dann die tatsächliche Kostenentwicklung zur Erbringung von ÖPNV-Leistungen zugrunde gelegt werden. Zur Grundbedingung zur Umsetzung dieses Vorschlages machen die Länder allerdings die verbindliche Zusage des Bundes, den Mittelanteil von mindestens 1,5 Milliarden Euro pro Jahr jeweils bis 2030 festzuschreiben.
„Die Länder sowie die Aufgabenträger in den Ländern bekennen sich einmal mehr zum Deutschlandticket und machen einen konkreten Vorschlag, wie dessen Finanzierung langfristig gesichert werden kann. Das ist ein starkes Signal an den Bund, von dem wir jetzt ein ebenso starkes Signal erwarten. Es braucht eine verlässliche Zusage, dass die paritätische Finanzierung zwischen Bund und Ländern bis 2030 gesichert wird“, erklärt BSN-Präsident Thomas Prechtl.
BSN-Präsidiumsmitglied Oliver Wittke ergänzt: „Dies ist ein mehr als nur guter Vorschlag, das Erfolgsmodell Deutschlandticket in die Zukunft zu tragen. 14 Millionen Fahrgäste wollen nicht mehr auf die Vorteile des Deutschlandtickets verzichten. Die Anzahl der Abonnenten wird noch weiter steigen, denn längst sind nicht alle Potenziale gehoben. Die Voraussetzung hierfür ist Planungssicherheit – für die Fahrgäste ebenso wie für die Leistungserbringer.“
Der Bundesverband Schienennahverkehr als gemeinsame Interessenvertretung der Aufgabenträger in den Ländern begrüßt daher den am heutigen Donnerstag vereinbarten Vorschlag der Verkehrsministerkonferenz. Zugleich weiß der BSN auch um die Eigenverantwortung der Leistungserbringer.
„Jetzt sind auch wir als Branche selbst am Zug, unseren Beitrag zur erfolgreichen Fortführung des Deutschlandtickets zu leisten. Wir müssen beispielsweise unsere Aktivitäten bei Vertrieb und Vermarktung des Angebots erhöhen und durch eine engere Zusammenarbeit auch Synergien heben. Dazu sind wir bereit“, sagen Thomas Prechtl und Oliver Wittke weiter.
Im Gegenzug erwarte man, dass nun alle Diskussionen über die Fortführung des Deutschlandtickets beendet werden müssen. „Nur so kann auf Seiten der Aufgabenträger und der Verkehrsunternehmen das Fahrplanangebot der Zukunft angebots- und nachfrageorientiert gestaltet werden“, so Prechtl und Wittke abschließend.
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